Hermann Burtes „Schloß Dürande“ - zeitlos politisch inkorrekt

von Harald Noth

In Jahre 1836 schrieb Joseph von Eichendorff seine Novelle „Das Schloß Dürande“. Er beschrieb eine Liebesbeziehung zwischen einem Adligen und einer Försterstochter; deren Bruder sieht die Familienehre verletzt und wird zum Ehrenmörder. Eichendorff verknüpfte diese Handlung mit dem Gang der Französischen Revolution.

Die Erzählung wurde in ihrer Urfassung zu einem Klassiker. Gut 100 Jahre nach ihrer Entstehung wurde der Stoff von Othmar Schoeck, dem bedeutendsten schweizerischen Komponisten des 20. Jahrhunderts, erneut aufgegriffen; er beauftragte 1937 den deutschen Dichter Hermann Burte, Eichendorffs Text für seine geplante Oper umzuschreiben; man blieb beim Titel „Das Schloß Dürande“.

Burtes Umdichtung und ihre Rezeption im Dritten Reich

Die Burte-Fassung1 unterscheidet sich nicht nur durch Vers und Reim deutlich von der Prosavorlage Eichendorffs; während der ältere die Revolutionäre nur als raub- und blutgierigeLibretto Das Schloß Dürande (1943) Bande deklassierter Elemente erscheinen lässt, malt Burte ein realistisch wirkendes Bild von Revolution und Adel. Er gibt Denken und Wollen beider Seiten reichlich Platz. Burte lässt einen jakobinischen Redner deklamieren:

Für alle alles! Revolution!
Nieder den Adel! Hoch die Nation!
Herunter vom Himmel mit den Sternen,
Die Edelleute knüpft an die Laternen!
Vom Volke kommt die Macht, der Staat, die Ehre!
Der Mensch ist frei! - So heißt die neue Lehre!

Das Gebaren der Jakobiner, ihr Fanatismus, die Verbohrtheit des Protagonisten, der sich an ihre Spitze stellt, erinnern bei Burte nicht nur an Bolschewismus/Stalinismus, sondern auch an die Nationalsozialisten.

Das Werk wurde am 1. April 1943 in Berlin uraufgeführt. Es kam zunächst beim Publikum und den Medien gut an, doch dann las der Chef des Preußischen Staatstheaters das Libretto - er hatte die Oper nicht gesehen - und telegraphierte am 14. April an den Generalintendanten Heinz Tietjen:

Habe soeben das Textbuch der zur Zeit aufgeführten Oper Schloß Durande gelesen es ist mir unfaßbar wie die Staatsoper diesen aufgelegten Bockmist aufführen konnte. Der Textdichter muß ein absolut Wahnsinniger sein. Jeder einzige, dem ich nur einige Zeilen vorgelesen habe verbittet sich das Weitere selbst zum Lachen, als absoluter Schwank ist es noch zu blöde. Ich wundere mich, daß unsere Mitglieder derartige Schafsrollen übernommen haben. Sie hätten sich insgesamt weigern sollen, diesen aufgelegten Bockmist zu singen. Ich nehme an, daß Sie selbst den Text noch nicht gelesen haben. Entweder ist der Dramaturg oder Professor Heger der Schuldige an diesem Skandal. Wie konnte Professor Heger mir in Rom davon derart vorschwärmen. Der Text dieser Oper reiht sich würdig dem Moritaten Gesang des Mörders von Treuenbrietzen an. Vielleicht wird auch dieser demnächst in der Staatsoper aufgeführt. Nach diesem Ereignis halte ich nunmehr nichts mehr für unmöglich Heil Hitler Göring Reichsmarschall“2

Hermann Göring galt als der zweithöchste Mann im Dritten Reich. Bald nach seinem Wutausbruch wurde die Oper abgesetzt. Sie erlebte daher nur vier Aufführungen. Das Werk dürfte auf Göring den gleichen Eindruck gemacht haben wie auf den Schweizer Botschafter Hans Fröhlicher, der am 1. April 1943 nach der Uraufführung notierte:

"Das Stück mit dem tragischen Ausgang, der Zerstörung des Alten, der Angehörigen, des vermeintlichen Gegners, aus totalem Ehrgefühl, aus krankhafter Übersteigerung an sich guter Eigenschaften, also die Katastrophe der Totalität, sie ist ein Spiegel von dem, was heute in Deutschland geschieht ..."3

In späteren Erinnerungen Hans Fröhlichers, publiziert 1962, ist Burtes Protagonist, der Jäger und Ehrenmörder Renald, „eigentlich der Typ des kompromißlosen, fanatischen, totalitären Nationalsozialisten“4.

Am 5. Juni 1943 kam die Oper auch in Zürich auf die Bühne; die Schweizer Rezensenten nahmen ihrem Komponisten übel, dass er durch die Wahl des Dichters und des Uraufführungsortes mit Berlin paktiert hatte und zerrissen das Libretto des deutschen Dichters und Mitglieds der NSDAP - nicht inhaltlich, sondern bezüglich des „hemmungslosen Häufens gereimter Kurzverse“5.

Moderne Rezeption dieses Burte-Werks

Während der ersten Aufführungen 1943 wurde auch ein Radio-Mitschnitt von Teilen des Werks gemacht und ausgestrahlt. Der britische Musikhistoriker Chris Walton besorgte noch 1994 eine Publikation dieses Mitschnitts auf CD; sie erschien in der schweizerischen Jecklin Edition. Der Musikwissenschaftler bescheinigte Burte damals eine „ausgeprägte deutschnationale Einstellung“ - dem kann nicht widersprochen werden - er sei dann in den 30er Jahren „von der Welle des Nationalsozialismus erfasst“ worden. „Dass er sich, offenbar angeekelt von dessen Barbarei, im Verlauf des Zweiten Weltkrieges davon abwandte und beim christlichen Glauben Trost suchte, ändert nichts an der Tatsache, dass sein Œevre um 1940 doch Schriften erhielt, die kaum anders denn als Nazipropaganda zu bezeichnen sind.“ Diese Einschätzung ist nicht völlig falsch; eine eingehendere und zielgenauere Darstellung findet der Leser hier.

Walton hatte 1994 noch den Mut, im Beiheft zur CD die originalen Textauszüge des Burtelibrettos unzensiert abzudrucken, ja, sogar zusätzlich ins Englische zu übersetzen. Wir verdanken ihm daher den bisher letzten Abdruck von größeren Teilen eines Burte-Werks und die einzige Übersetzung eines solchen ins Englische.6

Doch acht Jahre später stellte Walton nicht nur ungenannte Werke, sondern explizit dieses Libretto „in direkte Nähe zur rassistischen Vernichtungsideologie der Nationalsozialisten“.

Damit unterscheiden sich die Beurteilungen des Werks durch Göring und Walton grundlegend. Göring scheint die „direkte Nähe zur rassistischen Vernichtungsideologie der Nationalsozialisten“ übersehen oder nicht der Würdigung für Wert gehalten zu haben. Er schimpfte das Werk daher einen „Bockmist“ und den Autor einen „Wahnsinnigen“. Es drängt sich der Verdacht auf, dass Görings Angriff auf Burtes Verskunst scharfe Kritik oder erhebliches Unbehagen am Inhalt verdecken sollten.

2002 legte Chris Walton mit seiner Abhandlung „Von Blut rein und gut - Hermann Burte und Das Schloß Dürande“7 also noch einmal heftig nach, seine Kampfschrift endete: „Das Schloss Dürande wird man wahrscheinlich - nein, hoffentlich - nie wieder auf der Bühne zu sehen bekommen.“ In diesem Wunsch stimmt er völlig mit Göring überein.

Seine Hoffnung wird nun wohl nicht in Erfüllung gehen. Es ergibt einen prickelnden Effekt, wenn man eine Sache künstlich aufbläst, sie „in direkte Nähe“ zum Nationalsozialismus stellt, sich moralisch entrüstet, gegen die selbsterbaute Windmühle in Kampfstellung geht und dafür Aufmerksamkeit und Beifall erhält. Diesen Effekt hat Walton selbst genutzt und warum sollten junge, noch nicht arrivierte Heutige ihn nicht auch nutzen?

Jüngste Befassung mit dem Libretto

Die Hochschule der Künste in Bern plant nun für Herbst 2016 eine musikalische Neufassung und Neuinszenierung eben dieser Oper. Dabei soll auch endlich der Text „bereinigt“ werden. So schickt sich jetzt ein junger Amerikaner namens Simeon Thompson an, in die Kerbe zu hauen, die Walton bereits geschlagen hat, sein Rad quasi noch einmal zu erfinden. Diesen Eindruck hatte man jedenfalls bei der Lektüre von „Ein Burte-Libretto mit braunen Tönen“, einem Artikel in der Badischen Zeitung8, mit dem über die Arbeit des Doktoranden Thompson im Maulburger Hermann-Burte-Archiv berichtet wurde.

Schon Walton hatte sich heftig auf Stellen im Libretto eingeschossen, darunter die, in der ein adliger Vater kommentiert, dass sein Sohn mit einer Bürgerlichen „auf und davon“ war (so schien es wenigstens):

Frisches Mädel,
Zwar nicht edel,
Aber von Blut,
Rein und gut.

Hier handelt es sich nicht etwa um einen Leitfaden zum Erhalt germanischer Rassenreinheit, wie Walton suggeriert, sondern um die Reaktion eines französischen Grafen in der Provence um 1789.

Walton will nicht akzeptieren, was in Burtes Libretto schwarz auf weiß steht, sondern er versucht krampfhaft, „rassistischen Vernichtungswillen“ hineinzuinterpretieren. Er kreidet Burte sogar an, dass der Graf von Dürande und die Gräfin Morvaille den außer sich geratenen Revolutionär Renald „ein wildes Tier“ oder „ein Untier“ nennen. Diese Wortwahl ist für Walton der letzte Beweis dafür, dass Burte die „Entmenschlichung“ derer betreibe, die nicht „reinen Blutes“ sind. Hier kann Eichendorff von Glück reden, dass er seine Novelle nicht 100 Jahre später schrieb und nicht in der falschen Partei war. Obwohl er ganz auf Beschreibung setzt und mit Dialogen sparsam umgeht, lässt auch er Figuren von „Tieren“ reden, wenn Menschen gemeint sind, Renald ist für den Grafen „ein schöner Löwe, wie er die Mähnen schüttelt - wenn sie nur nicht so blutig wären!“ Und Renald spricht gegenüber dem Diener Nicolo von „wilden Tieren“ - gemeint sind die Adligen. Doch Eichendorff bleibt die Unterstellung von Vernichtungswillen erspart.

Das Projekt der Berner Hochschule für Musik will „alle ‚bedenklichen Stellen’ (Thompson) und nationalsozialistisch eingefärbten Gedanken entfernen, entsprechend belastete Formulierungen umändern und die Oper dadurch ‚dekontaminieren’“, war aus der Badischen Zeitung zu erfahren. Man darf gespannt sein, wie in der politisch korrekten Fassung der Graf die bürgerliche Liebschaft seines Sohnes beurteilt und was für verklemmte Worte Adlige und Revolutionäre für ihre Todfeinde finden werden.

Auch Simeon Thompson geht davon aus, dass Burte seinen Operntext „nach nationalsozialistischer Ideologie“ ausgerichtet habe. Zum einen gäbe es Stellen wie die, wo die Geliebte des jungen Adligen sage, sie habe „reines Blut“. Das tut sie nach meiner erneuten Durchsicht des Librettos nirgends. Aber gut. Dem alten Dürande hat es Burte tatsächlich in den Mund gelegt. Zum anderen werde die französische Revolution „sehr negativ gezeichnet“ - „die Jakobiner werden mit den Bolschewisten verglichen“. Doch Bolschewisten gab es 1789 weder in Paris noch gab es sie später in Burtes Operntext. Der Leser und Opernbesucher muss sie - genau wie Thompson - hineininterpretieren. Und stimmt die Annahme Thompsons, dass Burte sich nach der nationalsozialistischen Ideologie richtet, wenn er die Französische Revolution "sehr negativ" zeichnet? Es gab noch nicht zu jeder Frage eine etablierte, einheitliche nationalsozialistische Geschichtsauffassung. Wohin die Tendenz im Bezug auf die Französischen Revolution ging, zeigt eine Tischrede Hitlers genau acht Tage vor der Uraufführung vom „Schloß Dürande“. Darin wird eine sehr wohlwollende Einschätzung der Revolution in Frankreich deutlich! Nach dem Abendessen mit dem Führer am 22. März 1943 gab Joseph Goebbels seine Erinnerung an Hitlers Rede zum Diktat: Die Monarchie müsse

„im ganzen abgelehnt werden. Es sei das Verdienst der SPD und das einzige Positivum der Novemberrevolte, die Monarchie in Deutschland beseitigt zu haben. Wir hätten die Aufgabe, diese Revolution zu vollenden, die eigentlich mit der französischen Revolution begonnen habe. Sie bedeute im tiefsten Grunde eine Emanzipation vom Feudalismus und eine Hinneigung der politischen Arbeit auf das Volk selbst hin. Der Führer preist das 19. Jahrhundert als das Jahrhundert der Persönlichkeiten. Nur durch die Emanzipation der französischen Revolution sei es möglich gewesen, daß so viele große Männer im 19. Jahrhundert zur Wirksamkeit kamen. Unser Sozialismus müsse hier den Punkt auf das i setzen. Wir hätten die Aufgabe, einen wahren Volksstaat zu bauen. (...).“9

Das düstere Revolutionsbild, das Hermann Burte in „Das Schoß Dürande“ zeichnet, ist dem schwärmerischen Bild des Adolf Hitler ziemlich deutlich entgegengesetzt. Burte führt aus der Perspektive der Monarchie, des Adels Klage gegen diese Revolution, zeichnet ihre Agonisten als Pöbel und den Protagonisten und revolutionären Anführer als verbohrten Heißsporn. Damit erlaubte er nicht nur Assoziationen zu den Nationalsozialisten, sondern setzte auch eine Bewegung herab, die Hitler, Goebbels und Göring in vielem gefallen zu haben scheint. Anders als Walton und anscheinend auch Thompson ließ sich Göring nicht durch Burtes verbale Zugeständnisse an den Zeitgeist darüber hinwegtäuschen, dass der Dichter geistig noch weitgehend im deutschnationalen Milieu der Zwanzigerjahre steckte.

Hermann Burte war von Haus aus Monarchist und bis 1933 Mitglied der DNVP. Noch 1932 und selbst Anfang 33 vehement gegen den Hitlerismus auftretend, ließ er sich später ins neue System einzwingen und fuhr mit - aber nicht als Lenker. Ob als Ballast oder hie und da gar als Bremsklotz - darüber wird noch lange zu streiten sein.

Was kostet heute Mut?

Der von Eichendorff gewählte und von Schoeck und Burte übernommene Stoff Ehrenmord ist keine auf die Vergangenheit beschränkte Erscheinung. Heute sind Ehrenmorde gar nicht so selten Teil der alltäglichen Realität, aber höchst selten nur Gegenstand von Literatur. Denn dieser Gegenstand scheint mit der politischen Korrektheit zu kollidieren, zumindest, wenn ein Autor der dahinter steckenden Mentalität auf den Grund geht. 2009 wurde der Ehrenmord-Krimi „Wem Ehre gebührt ...“ kurz vor der Drucklegung aus dem Programm des Droste-Verlags genommen. Ciğdem Akyol schrieb dazu in der taz vom 4. 10. 2009, dass Droste die Meinung vertrete: „Spätestens nach den Mohammed-Karikaturen weiß man, dass man Sätze oder Zeichnungen, die den Islam diffamieren, nicht veröffentlichen kann, ohne ein Sicherheitsrisiko einzugehen.“ Sie führt weiter aus: „Tatsächlich hatte 2006 die Deutsche Oper in Berlin die Inszenierung von Mozarts ‚Idomeneo’ abgesetzt, weil sie ebenfalls Angriffe von Islamisten befürchtete. Damals gab es - genauso wie heute - keine konkrete Bedrohung.“ Der Roman erschien dann mit leicht geändertem Titel in einem anderen Verlag.10

Eichendorffs Novelle dagegen konnte 1836 problemlos und ohne Zeitverzögerung im F. A. Brockhaus Verlag erscheinen. Es gab damals am sächsischen Verlagsort Leipzig sowie in Preußen, wo Eichendorff lebte, keine Bewegung von Freunden der Französischen Revolution, die angsteinflößend genug gewesen wäre, Publikationen verhindern zu können.

W. W. Domsky [alias Gabriele Brinkmann], die Autorin dieses modernen Ehrenmord-Krimis, hat die Kapitulation des deutschen Rechtsstaats im muslimischen parallelgesellschaftlichen Milieu dargestellt; in die Medien gedrungen ist der Satz, mit dem Domsky eine dem Alkohol verfallene Kommissarin die Mörder beschimpfen lässt: „Schiebt euch euren Koran doch ...“

Solches zu schreiben und zu publizieren kostet heute Mut. Bei Burte politisch inkorrekte Bilder aufzuspüren kostet nichts. Ähnliches müssen heute schon 13-Jährige in der Schule leisten.

 Anmerkungen:

(1) Das Schloß Dürande. Oper in 4 Akten. Dichtung nach der Eichendorffschen Novelle von Hermann Burte. Musik von Othmar Schoeck. Wien 1943 [Universal-Verlag]
(2) Zitiert nach Werner Vogel: Othmar Schoeck, Leben und Schaffen im Spiegel von Selbstzeugnissen und Zeitgenossenberichten. Zürich 1976, S. 257
(3) zitiert nach Werner Vogel, ebenda S. 256
(4) zitiert nach Werner Vogel, ebenda S. 257; Quellen angabe dort: „Fröhlicher, Hans: ‚Meine Aufgabe in Berlin’. Privatdruck. Bern 162. Geschrieben zwischen 1945 und 1952“
(5) Neue Züricher Zeitung, 7. Juni 1943, zitiert nach Chris Walton: Othmar Schoeck und seine Zeitgenossen. Winterthur 2002, S. 147
(6) Heute ist eine CD der Originalaufnahme von 1943 bei der Line Music GmbH erhältlich - leider ohne Textheft.
(7) Chris Walton: Vom Blute rein und gut - Hermann Burte und das Schloss Dürande. In: Chris Walton: Othmar Schoeck und seine Zeitgenossen. Winterthur 2002, S. 135 - 161
(8) http://www.badische-zeitung.de/maulburg/ein-burte-libretto-mit-braunen-toenen--86421919.html
(9) Die Tagebücher von Joseph Goebbels. Herausgegeben von Elke Fröhlich. Teil II, Band 7. München 1993, S. 621
(10) W. W. Domsky: „Ehre, wem Ehre ...“, Leda-Verlag 2009